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CSS - Warum CSS?

Webstandards, Barrierefreiheit und mehr

Dem einen oder anderen mag der Name CSS etwas sagen (und NEIN ich meine nicht Counter Strike: Source ^^), aber nur wenige wissen um das Potenzial welches sich hinter diesem Wort verbirgt. Hier nur eine kurze Erklärung, den Rest könnt ihr bei Wikipedia nachlesen -> 'CSS'

Cascading Style Sheets ist eine deklarative Stylesheet-Sprache um Dokumente in Formaten wie HTML, XHTML und XML zu strukturieren. Man kann die Dokumente so an das jeweilige Ausgabemedium (Monitor, Projektion, Handy usw.) anpassen.

So, diese Aussage vermag einen jetzt noch nicht unbedingt vom Hocker hauen, aber als ich vor ca. 3 Jahren einen Artikel in der Wired zu den Möglichkeiten von CSS gelesen habe, da wurde ich neugierig. Natürlich kannte ich CSS davor auch schon, aber auf Grund mangelnder Browserunterstützung (gerade der IE hat sich bis dahin mit CSS schwer getan) hab ich es nie wirklich genutzt. Aber zum Glück sterben diese alten Browser Generationen immer mehr aus und so kommt es das CSS immer mehr genutzt wird. Man könnte es schon fast eine kleine Revolution nennen, denn plötzlich schossen Seiten aus dem Boden wie 'csszengarden.com' und 'stylegala.com' , die die Notwenigkeit und Vorteile des Webstandards 'CSS' hervor gehoben haben. Aber was ist denn jetzt so toll an daran?

Also da kann man jetzt sehr weit ausholen und mein Dozent für Objektorientierte Programmierung an der FH würde dazu einfach sagen "Das hat historische Gründe", um sich so was zu ersparen. Aber ich werd versuchen es kurz zu machen. Als 'HTML' anno 1992 in der ersten Version erschien, da war es nicht möglich es großartig zu beeinflussen, so das man von einem Webdesign im heutigen Sinne sprechen kann. Erst nach und nach kamen einzelne Auszeichnungsmöglichkeiten hinzu um z.B. Text zu färben. Dieser 'mangel an Design' hatte allerdings den Vorteil das die Inhalte logischer strukturiert wurden.

1997 mit HTML 3.2 wurde dann sozusagen der Startschuss für Designer gegeben. Warum? Ganz einfach, ihnen wurde ein Element geschenkt mit dem sie Texte und Bilder in gewünschte Formen bringen konnten, die *trommelwirbel* TABELLE . Dieses arme Ding war nie dafür vorgesehen ganze Seiten zu formen, wurde aber so oft dazu missbraucht dass man sie "Die Hure des Internets" nennen könnte. Teilweise nahm dieser Zweckentfremdung sehr bizarre Ausmaße an, Tabelle in Tabelle in Tabelle in Tablle ... man verschachtelte auf einigen Seite über 100 Tabellen in einander nur weil man sich nicht anders zu helfen wusste. Irgendwann wurde es Normalität bei Webdesignern Tabellen für das Layout zu nutzen, vergessen waren die langweiligen, aber gut strukturierten alten HTML Seiten.

"Na und" wird da der eine oder andere jetzt rufen, "Hauptsache es sieht gut aus". Nun wenn euch das genügt, macht ruhig so weiter. Tatsache ist jedoch das einem viele Möglichkeiten und Vorteile entgehen, wenn man die logische Struktur von Inhalten dem Tabellen-Design opfert. Das hat das W3C schon recht früh erkannt und bereits mit der HTML Version 4.0 kamen die ersten Style Sheets um Design und Inhalte auf Webseiten trennen zu können. Schön, dann ist doch alles super gelaufen oder? Nix da, die Rechnung hat das W3C ohne die Browser Hersteller gemacht. Anstatt sich auf diesen Standart wirklich einzulassen, pickten sich die Hersteller von Browsern einzelne Style Sheets heraus und fügten zum Teil noch eigene hinzu, gerade Microsoft nahm sich als späterer Browser Marktführer einiges heraus frei nach dem Motto "nutzen doch sowieso fast alle den Internet Explorer". Super, für jeden Browser n eigenes Style Sheet machen, da war die Tabelle doch verlockender (hab ich schon erwähnt das sie eine Hure ist ^^).

Multimedia macht's möglich ...

Aber zum Glück kommt man langsam zur Vernunft, nicht zuletzt weil man bei Microsoft und Co. die Zeichen der Zeit erkannt hat. CSS erfreut sich immer größerer Unterstützung. Multimedia ist das Stichwort, warum soll ich meine Webseite nicht für alle Medien zugänglich machen, für das Handy, für den Drucker, Screenreader für Blinde, für Beamer oder TV und und und ... Jetzt müssen nur noch die Webdesigner umdenken und die die es noch werden wollen müssen von Anfang an richtig geschult werden. Man diese CSS, schwere Geburt war das und diese Nachwehen ...

Barrierefreiheit ...

Blinde, Leute mit Sehschwächen wie Farbblindheit oder starker Kurzsichtigkeit, die hatten früher nicht viel Spaß am Internet. OK, viel besser ist es noch nicht geworden, aber es geht voran. Mit CSS ist es möglich diesen Zielgruppen alternative Layouts anzubieten ohne das man dazu die ganze Webseite neu machen muss. Logisches auszeichnen von Text, Beschreibungen von Bildern und das Einhalten von Webstandards sind die Grundlagen für Zugänglichkeit.